Sneakermarke Genesis: Nachhaltigkeit ohne Kompromisse

Sneakermarke Genesis: Nachhaltigkeit ohne Kompromisse sneakermarke nachhaltigkeit kompromisse genesis

Auf der Suche nach neuen, nachhaltigen Marken ist FashionUnited auf Genesis gestoßen – eine von Anfang an nachhaltige und umweltfreundliche deutsche Sneakermarke. Hier vereint sich so ziemlich alles, was das Verbraucherherz höher schlagen lässt, wenn es um den Konsum ohne schlechtes Gewissen geht: Upcycelte Materialien und Textilinnovationen aus unter anderem Austernschalen, Bananen- und Ananasblättern, faire Arbeitsbedingungen, Spenden an Umweltorganisationen und natürlich gutes Design und Qualität.

„Wir sind zu arm, um Schund zu kaufen”, gibt Genesis-Gründer Jens Hüsken einen alten Spruch wieder. Er arbeitet bereits seit fast 20 Jahren in und mit der Schuh-und Textilindustrie und hat schon seit vielen Jahren deren Treiben und Preisdumping argwöhnisch betrachtet.

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Qualität muss sein – „zu arm, um Schund zu kaufen”

„Ich hatte schon länger den Gedanken, dass es so nicht weitergehen kann”, erklärt Hüsken gegenüber FashionUnited. „Der Schlüsselmoment war, als ich auf eine Firma gestoßen bin, die die Blätter einer Elefantenohrplanze so bearbeitet hat, dass es sich wie Leder anfühlte. Bis dato kannte ich Kunstleder nur als Polyurethan. Da habe ich den Entschluss gefasst, ein nachhaltiges Sneaker-Label zu gründen”.

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Zudem kam die Entwicklung hinzu, dass Verbraucher nach Produkten fragen, die sie guten Gewissens kaufen können. „Ich merke, dass der ökologische Aspekt immer wichtiger wird. Einfach das Gefühl, eine gute Kaufentscheidung getroffen zu haben. Mein persönlicher Designanspruch ist es, coole Sneaker zu machen; den Leuten sollen die Sneaker erstmal gefallen. Der zweite Aspekt kommt dann einfach noch on top”, führt Hüsken aus.

Deshalb setzte sich Genesis von Anfang an das Ziel, „einen Sneaker zu entwickeln, der den größtmöglichen Anteil an recycelten, nachhaltigen und umweltverträglichen Materialien beinhaltet und dies auf dem höchsten Niveau, das aktuell möglich ist”.

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„Es liegt in meiner Natur, dass ich nichts halbherzig tue. Wenn schon ein nachhaltiger Schuh, dann muss auch alles nachhaltig sein. Alle Materialien die an den Schuhen verwendet werden, aber auch die Verpackung, der Transport, POS Materialien, und so weiter, bis hin zum Klebeband mit dem wir die Kartons verschließen”, bekräftigt Hüsken.

„Auf meinen Reisen, geschäftlich und privat, bin ich immer wieder auf neue, nachhaltige Materialien gestoßen und habe dies über Jahre gesammelt. Erst als ich alles zusammengetragen hatte, um einen Schuh komplett nachhaltig herstellen zu lassen zu können, habe ich mit der Planung für Genesis Footwear begonnen.”

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„Der Name Genesis soll dies darstellen, denn oft ist es ein Zurückkehren zum Ursprünglichen, und das Logo an der Seite des Schuhs soll ein stilisiertes Blatt andeuten.
Über die Zeit wurde es neben dem Gefühl einer Verantwortung auch der sportliche Ansporn, es auf die Spitze zu treiben”, sagt der Gründer der Marke mit Sitz in Mülheim an der Ruhr, die sich als die „wahrscheinlich umweltfreundlichste Sneakermarke der Welt” bezeichnet.

Innovative Materialien und Produktion am gleichen Ort

Für die Suche nach den richtigen Materialien bereiste Hüsken die ganze Welt, war sich aber bald klar, dass Materialien und Produktion in einer Region geschehen sollten: „Auf meiner Suche nach brauchbaren, nachhaltigen Materialien war ich auch in Südamerika, Mittelamerika und Europa unterwegs, aber als klar war, dass ich die Schuhe in Asien fertigen lassen werde, habe ich mich nur noch auf Asien konzentriert. Ich möchte nur ungern zum Beispiel ein Material in Mexiko kaufen, es nach Asien verschiffen und dann den fertigen Schuh wieder nach Europa bringen. Das ist für mich nicht nachhaltig.”

„In Asien habe ich Thailand, die Philippinen, Malaysia, Indonesien, Vietnam, Taiwan, China und Hong Kong mehrfach bereist. Zum Beispiel kommt fast 100 Prozent aller Kautschuke aus Malaysia und Vietnam. Hier habe ich mir von meinem Sohlenmacher die Kontakte geben lassen und habe die Kette zurückverfolgt, bis zur Plantage. Ich wollte mich mit eigenen Augen davon überzeugen, dass hier menschenwürdig gearbeitet wird und überprüfen, dass der verwendetete Kautschuk nicht aus Monokulturplantagen stammt.”

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Herausforderungen bei der Materialsuche

„Abgesehen von einigen innovativen Materialien, von denen ich begeistert war, die aber für die Produktion von Schuhen leider nicht ausreichend strapazierfähig waren, ist die Hauptfrustration, dass viele, besonders kleine Firmen keine Zertifikate für ihre Produkte haben und somit für mich fast irrelevant sind.”

„Zum Beispiel habe ich auf den Philippinen eine winzige ‘Fabrik’ gefunden, die auf fünf Handwebstühlen Stoffe aus Ananasfasern webt. Wunderschöne Stoffe und das wahrscheinlich nachhaltigste Produkt, dass man sich vorstellen kann. Ein Abfallprodukt aus der Ananasgewinnung, das normalerweise als Müll auf den Plantagen zurückbleibt oder verbrannt wird. Die Bauern bekommen ein kleines zusätzliches Einkommen, die Fasern werden von Hand gewonnen, von Hand gesponnen und gewebt. Ohne jeglichen Einsatz von Maschinen, ohne jegliche Chemikalien”, schwärmt Hüsken.

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„Aber diese ‘Fabrik’ hat natürlich kein Zertifikat vorzuweisen, was aber in Deutschland oder Europa verlangt wird um ein Produkt als nachhaltig einzustufen. Ich habe es aber trotzdem benutzt. Der Schuh hat trotzdem zahlreiche Zertifikate, da wir immer zertifiziertes recyceltes Polyester für die Nähte und Schnürsenkel benutzen. Die Innnensohle ist aus recyceltem EVA und Kork, das Futter aus unter anderem recycelter Baumwolle und Bananenfasern, aber eben für dieses besondere Obermaterial haben wir kein Zertifikat.”

Produktion in kleinen, bekannten Familienbetrieben

Was die Fabriksuche angeht, verließ sich Hüsken auf bereits bestehende Kontakte mit Familienbetrieben und wählte das Produktionsland China entsprechend aus. Zudem bietet das Land kurze Transportwege zu allen nachhaltigen Materialien, die praktisch alle aus Asien stammen. Außerdem bietet China laut Hüsken eine „hervorragenden Infrastruktur in allen Belangen” (zum Teil müssen die Materialien noch weiterbearbeitet werden, um sie für die Schuhe brauchbar zu machen) und den Transport per Zug, da die alte Seidenstraße wiedereröffnet wurde.

„Wir lassen die Schuhe in China in der Provinz Fujian fertigen. Das ist eine kleine Fabrik, mit der ich schon vor Genesis jahrelang zusammengearbeitet habe. Es ist ein sehr familiärer Betrieb; alle Leute werden gut bezahlt, es gibt keine Wanderarbeiter und es wurde schon immer nach höchsten qualitativen und ökologischen Ansprüchen produziert. Auch diese Fabrik hatte erst kein Fairtrade-Siegel, dann aber auf mein Drängen problemlos eine BSCI Fairtrade Zertifizierung erhalten”, führt Hüsken aus.

Pay it forward – Spenden an Umweltorganisationen

Ein Teil des Gewinns von Genesis wird an gemeinnützige Zwecke und Umwelt-Organisationen gespendet – derzeit an die Seashepherds Mission, die Surf Rider Foundation und One Earth – One Ocean. Die Auswahl erfolgt nach Kreislaufkriterien: „Wir benutzen viele recycelte Materialien; es geht also um Müllreduzierung. Daher war es für mich naheliegend, Organisationen zu unterstützen, die sich für saubere Ozeane und Strände einsetzen. Es ist ein Versuch, den Kreis zu schließen. Der Müll wird gesammelt, daraus werden Sneaker gemacht und mit dem Erlös wieder das Müllsammeln unterstützt. Zudem surfe ich selber und speziell die Surfrider Foundation, die unter anderem weltweit Beach-Cleaning-Days organisiert, lag mir am Herzen. Seasheperds ist einfach eine edel motivierte, aber auch gleichzeitig sehr kompromisslose Organisation, deren Vorgehensweise mir sehr gefällt”, erklärt Hüsken.

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Wie werden Genesis-Sneaker angenommen?

„Die Sneaker werden bei solchen Händlern gut angenommen, die für Nachhaltigkeit stehen oder die bereit sind, den Kunden entsprechend zu beraten beziehungsweise zu informieren. Die Zielgruppe umfasst alle Menschen, die gerne bewusst und reflektiert einkaufen. Genesis soll nicht nur nachhaltig sein, im Sinne von ‘hergestellt aus nachhaltigen Materialien’; der Schuh ist so konstruiert, dass er besonders lange hält. Erst dann wird es echte Nachhaltigkeit.

Die Einzelhandelspreise für ein Paar Genesis-Sneaker liegen zwischen 90 bis 160 Euro.

Bilder: Genesis

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